Das Haus in unsere Hand!

Der Aktionstag am 18.10.2025 machte Mut und motivierte!

Der Vorstand hatte sich nach dem einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung des Fördervereins Stille Straße 10 e.V. darauf verständigt, der Bezirksstadträtin eine Interessenbekundung als Träger zur Betreibung der Begegnungsstätte ab Januar 2026 zu überreichen.

Das erfolgte unter großem Beifall der über 100 Gäste des Aktionstages. Das Bezirksamt ist bereit mit uns über das Anliegen zu beraten und vertragliche Regelungen zu besprechen. Immerhin, denn 2012 wollte das Bezirksamt die Nutzer zwangsweise auf andere Einrichtungen verteilen um das Haus abreißen zu lassen. Jetzt wird die Begegnungsstätte dringend gebraucht. Das hatte das Bezirksamt in einer Sozialanalyse festgestellt.

Zum Aktionstag kamen zahlreiche enge Kooperationspartner, Freunde der Stille Straße, Unterstützer, Nachbarn, Künstler und Engagiert der Stadtgesellschaft, Jung und Alt.

 Sie ergriffen das Mikrofon um uns Ihre Solidarität zu übermitteln.

Elke Breitenbach, Mitglied des Abgeordnetenhaus Berlin aus der Fraktion DIE LINKE, überreichte dem Förderverein eine Spende von 2.000,00 € als finanzielle Unterstützung zur Bewältigung der neuen Herausforderungen. Damals 2012, während der Besetzung überbrachte Petra Pau eine Spende aus der Bundestagsfraktion DIE LINKE.  

Jugendliche vom selbstverwalteten Jugendzentrum „Bunte Kuh“ aus Weißensee übergaben ihre Spende.

Viele Anwesende unterzeichneten unsere Unterschriftensammlung für den Erhalt der Begegnungsstätte und spendeten Geld.

DANKE für all diese Unterstützung! Das hilft!

Jetzt steht die Antwort der Bezirksstadträtin und die Entscheidung des Sozialausschusses aus. 

Wir sind bereit!

Eveline Lämmer

Über den Aktionstag berichtet Anselm Mathieu von der taz am 20.10.2025

Unser Tischtennis-Turnier am 24. Mai 2025

Fünf Frauen, fünf Männer und zwei Kinder spielten in unserem Outdoor-Turnier an drei Platten in drei Sätzen um die begehrten Pokale.

Es wurde nach geltenden Wettkampf-Regeln gespielt:

Wer zuerst 11 Punkte erreichte, gewann den Satz.
Wer zuerst mit zwei Punkten im Entscheidungssatz führte, gewann Satz und Spiel.

Ein Spiel dauerte, ja nach Dauer der Sätze und Niveau der Spieler, durchschnittlich 20-40 Minuten. Schiedsrichter und Zuschauer beobachteten spannende Matches!

Die Pokale und Auszeichnungen gingen an:

  1. Platz: Janis Piskol
  2. Platz: Jialu Piskol-Lyn
  3. Platz: Werner Draband

und an viele andere Akteure.

Herzlichen Glückwunsch von Eveline Lämmer, Vorstand des Fördervereins!


Alle hatten viel Spaß und wollen auch im nächsten Jahr wieder ein Turnier spielen.
Wir freuen uns schon drauf!

Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am 8. März 2025

Gespräche mit Gästen aus Politik und Gesellschaft, ein gemeinsam gestaltetes, vielfältiges und gesundes Buffet und die Lesung mit Clara Schaksmeier: Das war ein anspruchsvolles Programm, dass allen anwesenden Vereinsmitgliedern und Frauen aus Politik und Gesellschaft in Erinnerung bleiben wird.

Wir trafen uns zum Aktionstag für die Rechte der Frauen, für Gleichstellung und Empowerment-gegen Kürzungen und Gewalt. Gleichzeitig waren einige Vereinsmitglieder auf den Straßen und Plätzen und haben an zahlreichen Aktionen und Fahrradkorsos für die Gleichstellung demonstriert.

Unsere Veranstaltung, die nun auch schon eine 13-jährige Tradition hat, eröffnete Eveline Lämmer.

Zu den Bildern: Unter den Gästen: Ilona Nack vom VVN-BdA, Katja Ahrens, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Pankow; Susanne Kühne, Gleichstellungsbeauftragte der Fraktion „Die Linke“, Pankow. und natürlich die Autorin Clara Schaksmeier, die aus dem Buch „Und ich – 20 Geschichten über Wendepunkte des Lebens“ las.

Immer verwies Eveline Lämmer darauf, dass in Deutschland die rechtliche Gleichstellung auf dem Papier längst erreicht ist, die faktische Gleichstellung aber noch lange nicht in Sicht ist. Sie betonte, dass die neue Bundesregierung in der Pflicht steht- Auch in Krisenzeiten muss Gleichstellung Priorität haben – sie ist im Grundgesetz festgeschrieben und ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Konflikte, Kriege, Krisen: Die Sicherheits- und Verteidigungspolitik wird weltweit von Männern bestimmt. 

Viele unserer SeniorInnen in der Stille Straße haben den 2. Weltkrieg erlebt, sind im Krieg oder danach geboren.  Es sind Jahrgänge der Kriegskinder -1936, 1937, 1938, 1939, 1940 bis 1945, 1947, 1949. Einige von ihnen waren anwesend. Wie geht es Euch, wenn Ihr hört, dass der Nato-Generalsekretär deutliche höhere Verteidigungsausgaben von Deutschland fordert und über die Vorbereitung auf den Krieg spricht, um ihn zu vermeiden, fragte Eveline Lämmer.

Kann man als einzelne Person oder kleine Gruppe überhaupt etwas verändern? »Ja«, das kann man!

Zum Bild: Eveline Lämmer dankt Clara Schaksmeier für die Lesung

Wir alle sind Beispiele von persönlichem Engagement, die letztlich einen Beitrag zum Frieden schaffen. Wir bringen uns in Pankow, in Bürgerinitiativen und in der Kiezrunde ein, wir unterstützen unsere Kinder, Enkel und Urenkel.

Unsere Begegnungsstätte wird nun schon fast 13 Jahre ehrenamtlich am Laufen gehalten. Wir Frauen der Stille Straße zeigen immer auch Haltung und vertreten sie auch weiterhin gesellschaftspolitisch konsequent und ausdauernd.

Lesung mit Gregor Gysi am 22.2.2024

Gregor Gysi in der Stille Straße

„Auf eine Currywurst mit Gregor Gysi“- eine Lesung aus dem Buch und viel mehr!

In der Begegnungsstätte Stille Straße 10 waren wie so oft bei Lesungen, keine Plätze mehr frei.
Der Förderverein hatte eingeladen und die Karten für die Lesung am 22.02.2024 waren in kurzer Zeit verkauft.
Thomas Gralla, Literaturkenner aus dem Buchlokal Ossietzkystraße moderierte die Lesung.
Das Buch wurde geschrieben von Hans-Peter Schütt.
Gregor Gysi war die Begegnungsstätte gut bekannt. War er doch schon 2012,
während der Hausbesetzung, vor Ort. Damals machte er allen Mut durchzuhalten.
Nach mehr als 11 Jahren stellte er fest, dass es wichtig ist nicht aufzugeben,
wenn man etwas erreichen will. „Hier ist das beste Beispiel.
Die Begegnungsstätte gibt es jetzt immer noch!“

Wer damit gerechnet hatte, dass Beiträge aus dem Buch gelesen werden,
war verwundert.
Gregor Gysi, prominenter Linker Politiker und langjähriger, direkt gewählter
Bundestagsabgeordneter  nahm Bezug in seiner ganz eigenen unterhaltsamen aber auch herausfordernden Art darauf.

Ein guter anregender Abend für Alle!

Im Schloss Schönhausen: Sören Benn sprach mit Henry Hübchen

Voller Spannung warteten die Gäste am 17. Januar 2025 im ausverkauften Saal. Viele, die keine Karte mehr bekommen konnten, hoffen auf eine Wiederholung!

Sören Benn befragte Henry Hübchen über sein Leben und seine Erlebnisse als Schauspieler, Hörspielsprecher und Musiker.

„Eigentlich studierte er Physik nur in der Hoffnung auch Bundeskanzler zu werden“! 

Es war ein unterhaltsamer Abend, an dem auch über den neuen Film „Kundschafter des Friedens Teil II“ informiert wurde. Er läuft ab 23.01. im Kino Blauer  Stern, Pankow.

Wir bedanken uns bei Stiftung Preußische Schlösser und Gärten für die Möglichkeit der Nutzung des Festsaals!

Kiezfest Novemberlicht –

wir waren dabei!

Die Kiezrunde Niederschönenhausen, zu der auch der Förderverein Stille Straße 10 e.V. gehört, hat das Fest auch 2024 wieder auf die Beine gestellt. Am 23.11. war es soweit.

Viele Organisationen machten mit – auch wir, der Förderverein Stille Straße 10

Angelika und Evi verkauften Lose am Stand der Kiezrunde Niederschönhausen

Auf der Mittelpromenade der Waldstraße/Ecke Hermann-Hesse-Straße gab es Kulinarisches, Kunsthandwerk, Tombola, die Swing-Band „Frau Onkel und Herr Tante“, Laternenbasteln, Stockbrotbacken, Feuerschale, Feuerwehr-Oldtimer und…

…den Chor „Stille 10“ mit Herbst- und Winterliedern
Gut besucht war es, das Novemberlicht 2024

Hier ein Video zum Fest (bitte anklicken)

Video: Kiezrunde Niederschönhausen

Wir waren dabei!

Inflationsausgleich auch für Rentner!

Kundgebung am 6.11. am Brandenburger Tor

In einer kleinen Gemeinde in Schleswig-Holstein, Stockelsdorf, fing alles an. Der Seniorenbeirat initiierte die Kundgebung gegen die Benachteiligung von Rentnern. Auch Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände SOVD, AWO und VdK hatten aufgerufen, mitzumachen. Es waren Seniorenbeiräte zum Beispiel aus Flensburg, Emden, Kiel, Hamburg, Schwerin, Rostock, Bremen und Brandenburg da.

Und Berlin und und Pankow und wir von der „Begegnungsstätte StilleStraße 10“ !

Mehr als 1000 Senioren haben insgesamt demonstriert.

Eveline Lämmer, Vorsitzende des Landesseniorenbeirats Berlin, eröffnete die Kundgebung und begrüßte die Teilnehmenden.
Sie mahnte: Die Zahl der Senioren, die von Grundsicherung leben und armutsgefährdet sind, steigt!

Sie forderte von der Politik, beim Sozialen aufzustocken statt zu kürzen. Sie warnte vor einer Destabilisierung der sozialen Infrastruktur.

Das Bündnis übergab 250000 Unterschriften unter die Forderung „Inflationsausgleich auch für Rentner“ an Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Vom Förderverein Stille Straße 10 waren auch 50 Unterschriften dabei.

Lesung im Dialog von Jung und Alt – „Das Gespräch wird fortgesetzt“

Volles Haus hatten wir am 11. Oktober 2024 zur Veranstaltung mit Jürgen Lammel. Er stellte das Buch über seine Mutter „Inge Lammel – Emigrantin – Antifaschistin – Musikwissenschaftlerin“ vor. Seine Schwester Eva Hackenberg, die auch unter den Besuchern war, und er haben es geschrieben. Die VVN-BdA unterstützte die Veranstaltung. Unserer Einladung folgten viele:

Interessierte aus der Nachbarschaft, Mitglieder unseres Fördervereins Stille Straße e.V., Mitglieder der VVN-BdA sowie um die 30 Schüler mit ihren Lehrerinnen Frau Menz vom Max-Delbrück Gymnasium und Frau Matern von der Reinhold-Burger-Schule. Brigitte Klotsche, Ingrid Pilz und Margret Pollak gehören zu den Hausbesetzerinnen der Stillen Straße 10 vor 12 Jahren. „Die ältesten Hausbesetzerinnen der Welt“ waren gekommen, um in den Dialog mit den Schülern zu gehen.


Eveline Lämmer eröffnete die Veranstaltung mit dem originellen Video von Nuri über die unterschiedliche Art und Weise, wie Junge und Alte die Welt und einander sehen. Nuri hatte den Film in seinem Praktikum in der Stillen Straße 10 gemacht. Fazit: Da gibt es viel Gesprächsstoff!

Jürgen Lammel erzählte dann aus der Geschichte seiner Familie und dem Leben seiner Mutter Inge. Er zeigte Fotos und ließ uns mit den Augen eines damals kleinen Jungen in die Vergangenheit schauen. Seine Schwester Eva Hackenberg ergänzte das und erklärte einfühlsam die Haltung und Energie ihrer Mutter, die im Faschismus einen großen Teil ihrer Familie verloren hatte und als Kind ins Exil gehen musste.

Die Diskussion im Anschluss moderierte Ilona Nack und brachte alt und jung ins Gespräch.

Die Besucher diskutierten über die damalige gesellschaftliche Situation und die jetzige Lage, die für viele Angst und Unruhe bedeutet. Die Älteren wünschten sich, dass die Jungen sich mit ihren Großeltern austauschen und so voneinander lernen. Die Schüler waren eher still. Erst zum Schluss sagten sie, sie hätten sich gewünscht, in kleineren Gesprächsrunden direkt mit den Älteren reden zu können. Da haben sie auch recht. Die Oldies aus der „Stillen Straße“ würden das gern anbieten.


„Wir bleiben im Kontakt und überlegen uns gemeinsam, wie das gehen kann“ – Wir sind optimistisch, bei all dem Gesprächsstoff zwischen Alt und Jung!

Ein außergewöhnlicher Kabarettabend mit Gisela Oechelhaeuser am 21.02. im Schloss Schönhausen

„KABARETT AKUT DER KLÜGERE GIBT AUF“

Bei voll besetztem Festsaal – trotz Streik der BVG – erlebten die Gäste das aktuelle Programm mit Texten von Philipp Schaller und Gisela Oechelhaeuser.

Was ist passiert? Wir kennen Gisela Oechelhaeuser seit Jahrzehnten als leidenschaftliche streitlustige Kabarettistin, und jetzt gibt sie auf?

Wir kennen sie aber auch als leidenschaftliche Dialektikerin.
Und die Dialektikerin fragt natürlich: Was gewinnen wir durch aufgeben?

Oder anders: Was sollten wir aufgeben, damit wir gewinnen? Wenigstens aber überleben? Mit diesen Fragen unterhielt uns Gisela Oechelhaeuser 90 Minuten voller Energie, Spannung und politischer Widersprüchlichkeit.

Natürlich wurde sie auch in ihrem Programm von ihren Mitstreiterinnen, der 99-jährigen Adelheid Müller und der inzwischen 80- jährigen Lidl-Verkäuferin Valentina befeuert.

In diesen Zeiten gilt besonders der Sigmund Freud zugeschriebene Satz: „Der Witz ist die letzte Waffe der Wehrlosen.“ Danke für den tollen Abend!